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Dipl.-Kfm. Jan Bolzen Steuerberater

Zweites Bürokratieentlastungsgesetz verabschiedet

Am 30.03.2017 verabschiedete der Bundestag das "Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie". Zu den wichtigsten Neuregelungen zählen u.a.:

Aufzeichnungspflicht für "Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)":
Nach dem Gesetz sind bestimmte Aufzeichnungen nur noch für Wirtschaftsgüter mit einem Wert über € 250,- erforderlich. Diese Wertgrenze gilt jedoch erstmals für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder in ein Betriebsvermögen eingelegt werden.

Lohnsteueranmeldung:
Der Grenzbetrag für die quartalsweise Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung wurde von € 4.000,- auf € 5.000,- angehoben.

Kleinbetragsrechnungen:
Die für die Praxis relevante umsatzsteuerliche Wertgrenze für Kleinbetragsrechnungen wird von € 150,- auf € 250,- angehoben. Eine sog. Kleinbetragsrechnung, deren Gesamtbetrag (jetz neu) € 250,- nicht übersteigt, muss, damit es umsatzsteuerrechtlich anerkannt wird, mindestens folgende Angaben enthalten:

- vollständige Namen und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers,
- Ausstellungsdatum
- Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung
- Entgelt und darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder Leistung in einer Summe (Bruttobetrag) sowie den anzuwendenden Steuersatz oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.


Die Neuregelungen treten rückwirkend zum 01.01.2017 in Kraft. Eine Ausnahme bildet die Aufzeichnungspflicht für GWG, die erst zum 01.01.2018 wirksam wird.


Stand: Mai/2017